Wärmepumpe · Abluftwärmepumpe

Abluftwärmepumpe: Wärme aus der Abluft: Lüftung und Heizung in einem System

Eine Abluftwärmepumpe entzieht der Abluft des Hauses die Restwärme und nutzt sie für Heizung und Warmwasser. Sie passt zu sehr gut gedämmten Gebäuden mit Lüftungsanlage. In Bestandsbauten in Ihrer Stadt reicht ihre Leistung meist nicht aus.

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Kurz erklärt

Abluftwärmepumpe auf einen Blick

Das Gerät sitzt in der Lüftungsanlage. Es saugt verbrauchte Luft aus Küche, Bad und WC ab und kühlt sie dabei aus. Die gewonnene Wärme geht in den Warmwasserspeicher und, je nach System, in die Raumheizung oder in die Zuluft. Da die Menge an Abluft begrenzt ist, deckt das System nur einen kleinen Wärmebedarf ab. Das Verfahren ist aus der Passivhausbauweise bekannt.

Daher eignet sich die Abluftwärmepumpe vor allem für Passivhäuser, sehr gut gedämmte Neubauten und kleine Wohneinheiten. In Altbauten oder Häusern mit hoher Heizlast ist eine Luft-Wasser- oder Erdwärmepumpe die bessere Wahl. Häufig wird die Abluftwärmepumpe mit einem zusätzlichen Wärmeerzeuger kombiniert. Ein Fachbetrieb in Ihrer Stadt prüft, ob Gebäude und Lüftungskonzept zusammenpassen. Planen Sie das Konzept gemeinsam mit Lüftungs- und Heizungsfachleuten.

Nur bei geringer Heizlast

Die Wärmemenge der Abluft ist begrenzt. Das System passt zu Gebäuden mit sehr niedrigem Bedarf.

Lüftungsanlage nötig

Das System arbeitet mit kontrollierter Wohnraumlüftung. Ohne Abluftführung kann es nicht eingesetzt werden. Sie wird von Fachbetrieben mit dem Heizsystem verbunden.

Warmwasser im Fokus

Häufig versorgt das Gerät vor allem das Warmwasser und ergänzt die Heizung bei niedrigem Bedarf.

Förderung im Einzelfall klären

Ob und wie das System unter die Heizungsförderung fällt, hängt von Bauart und Funktion ab. Fragen Sie vorab nach.

Rechner

Wie groß muss Ihre Wärmepumpe sein?

Wohnfläche und Baujahr genügen für eine erste Einschätzung der Heizlast, der Geräteklasse und der möglichen Förderung nach KfW 458.

–Heizlast (Richtwert)
–Geräteklasse
–Zuschuss (30 bis 70 %)

Richtwerte nach Baujahr, Förderung auf Kosten bis 28.000 €. Die genaue Heizlast berechnet der Fachbetrieb, verbindlich ist der KfW-Bescheid.

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Fragen

Häufige Fragen zu Abluftwärmepumpe

Für welche Häuser ist eine Abluftwärmepumpe sinnvoll?

Für sehr gut gedämmte Neubauten und Passivhäuser mit Lüftungsanlage und geringem Heizwärmebedarf. In Altbauten reicht die nutzbare Wärmemenge meist nicht. Der Betrieb in Ihrer Stadt prüft Gebäude und Lüftungskonzept.

Kann sie das ganze Haus beheizen?

Nur, wenn der Wärmebedarf sehr niedrig ist. Sonst deckt sie Warmwasser und einen Teil der Heizung ab, den Rest übernimmt ein zweiter Erzeuger. Ob das reicht, zeigt die Heizlastberechnung des Gebäudes.

Was unterscheidet sie von der Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt unbegrenzte Außenluft, die Abluftwärmepumpe nur die Abluft des Hauses. Daher ist ihre Leistung deutlich begrenzter. Dafür arbeitet sie mit nahezu konstanter, warmer Quelle. Sie nutzt also nur, was das Haus ohnehin verlässt.

Wie wird sie gewartet?

Filter der Lüftungsanlage sind regelmäßig zu wechseln, die Wärmepumpe wird mit der Anlage gewartet. Verschmutzte Filter senken Leistung und Hygiene. Lassen Sie Wartungsintervalle im Angebot festhalten. Der Wechsel dauert nur wenige Minuten und kann oft selbst erfolgen.

Wird die Abluftwärmepumpe gefördert?

Das richtet sich nach Bauart, Funktion und den Bedingungen der KfW 458. Reine Warmwassergeräte sind in der Regel ausgeschlossen. Klären Sie vor dem Vertrag mit dem Fachbetrieb, ob Ihre Anlage die Voraussetzungen erfüllt.

Transparenz

Quellen und Stand

Stand: Oktober 2026. Redaktion Wärmewahl. Richtwerte ohne Gewähr, keine Rechts-, Steuer- oder Förderberatung.

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